Headis – An olympic experiment in equality06.08.2012

Gerade in diesen, um Olympia kreisenden Tagen kommt immer wieder die Frage: „Wann wird Headis olympisch?“ Wer die knallharte Antwort herausfinden will, benötigt 4 Regentonnen, tischiges Zeug und ganz viel Holz ( 4 große OSP – Platten, 1 Stück Holz von 1,53 mal 0, 7 Meter, 9 Stück Dachlatte für die Statik) und baut sich einen wettkampftauglichen Headis – Tisch, wie in dem Lehrfilm gezeigt. Und dann musst du dir den kleinen, klugen, billigen und gefährlich hüpfenden neuen Headis – Ball schnappen, und selbst der Papst oder  Oliver Müller können auf keinem professionellerem und authentischeren Headis – Platz spielen. Um Headis zu spielen, brauchst du nun mal keinen Strand oder ein Meer oder einen Märchenwald voll tanzender Igel. Du brauchst kein Pferd, kein Boot oder einen handgemachten Schläger aus der perikleischen Ära. Du brauchst nicht einmal eine lustige Mütze (obwohl manche sagen, das hilft). Du kannst an alles glauben, woran du halt glaubst, und kannst ohne Probleme eine ordentliche Partie Headis spielen. Du brauchst nur deinen flexiblen Kopf, deinen reagierenden Körper und deinen olympischen Geist. Also, wann wird Headis olympisch? Ist es doch schon. Schöne Spiele!



Das war die Headis WM 2012!31.07.2012
Heineken köppt sich zum Titel
Bild: HEADIS

„Köpp das Ding!“ – So war das Motto der diesjährigen Headis WM auf den Turniershirts zu lesen – und die Leute kamen in Scharen und taten es dem Slogan gleich. Gut 100 Spieler waren aus der gesamten Republik und dem Rest der Welt angereist um ein ums andere Mal die Meister des Kopfballsports zu küren!

Im gelb-wärmlichen Licht in der Fanhalle Nord des Fritz-Walter-Stadions in Kaiserslautern ging es am Samstag, dem Tag der Endrunde, ab 11.30 Uhr zur Sache. Von Beginn an boten sich spannende Duelle, viele Zuschauer klebten um die Platten um die Matches zu verfolgen, DJ Mr.Beksbi beschallte die Halle mit feinsten Tunes und Erfinder Rene moderierte im FCK-Trikot was das Zeug hielt. Beste Stimmung also beim Highlight der Headis Saison, so wie es in Kaiserslautern zum guten Headis-Ton gehört. Sportlich wurde sich auf höchstem Niveau duelliert und der neue Headis Match Ball ordentlich eingeweiht bei seiner Weltcup-Premiere!

Im Damenfeld zeichnete sich schnell der erwartete „Vier-Kampf“ ab, welcher sich dann in zwei unfassbar spannenden Halbfinals bewahrheitete: Weltranglistenerste Elligator vs. Mrs. Maryclash und Titelverteidigerin Hoshi vs. Jahresnewcomerin Tatapan! Beide Spiele waren hochklassig: Im ersten Duell konnte sich die Kölnerin Maryclash überraschend deutlich in zwei Sätzen zum Sieg köpfen. Das zweite „Semi“ musste im dritten Satz entschieden werden, eine hochinteressante Paarung: Tradition vs. Sturm-und-Drang, Routine vs. Unbeschwertheit! Die Unbeschwertheit schien dem Tatapan dann aber doch ein wenig zu fehlen und so konnte sich Hoshi sensationell in ihr nächstes WM-Finale spielen! So hieß es nach Göttingen 2010 erneut: Hoshi vs. Mrs. Maryclash im WM-Finale der Frauen! Vor der Nordtribüne des Stadions ging es dann um alles, doch Maryclash agierte nervös, womöglich aufgrund der Kulisse, die ihre Gegnerin Hoshi ja bereits aus dem Vorjahr kannte. Schließlich setzte sich die Rekordweltmeisterin sicher in zwei Sätzen durch, verpasste Maryclash erneut eine schmerzhafte Niederlage in einem großen Duell und schnappte sich ihren bereits vierten WM-Titel – in Folge. Hut ab und Respekt vor dieser großartigen Leistung! Die Lautererin hat damit erneut unter Beweis gestellt, wer die Nummer Eins im Frauen-Headis ist!

Bei den Herren überschlugen sich im Laufe des Tages die Ereignisse: Der Routinier „Rolli der Schlächter“ musste sich bereits in der Vorrunde verabschieden. Nach den letzten Turnieren gab es also auch bei der WM eine herbe Enttäuschung für den „Grauen“. Überraschend wurden hochgehandelte Favoriten relativ früh aus dem Turnier gekegelt. So verlor Headonis gegen den Kantenmechaniker im Sechzehntelfinale und der Masters-Gewinner Promilla musste gegen Headgar Davids im Achtelfinale die Segel streichen. Mit voranschreitender Phase gewann das Turnier immer mehr an Spannung. Im Viertelfinale kam es zum ersten wirklich großen Showdown des Tages: Titelverteidiger Marvelous 96 musste gegen den Weltranglistenersten Spiff ran – und versagte kläglich. In glatten zwei Sätzen unterstrich der Göttinger seine Titel-Ambitionen und ließ dem Rekordweltmeister aus Hannover keine Chance. Dieser zeigte sich sichtlich enttäuscht, aber gleichzeitig auch als fairer Sportsmann und gratulierte seinem Bezwinger.

Wie unberechenbar diese WM war, zeigt sich, sobald man sich die Halbfinal-Paarungen anschaut. Hier gab es zwei Städte-interne Duelle auszuköpfen: Spiff musste gegen seinen Göttinger Trainingspartner Heineken antreten und das zweite Halbfinale wurde von den beiden Trierer „Rummelfoarzern“ Headset und Döni bestritten. Insbesondere hätte wohl niemand dem „Foarzer“ Döni eine Chance auf eine solch gute Platzierung ausgerechnet. Der Underdog stand sogar schon mit einem Bein im Finale als er den ersten Satz gewonnen hatte, scheiterte dann aber an seinen Nerven und machte zu viele Fehler. Somit war es sein Kumpel Headset, der in sein erstes Headis WM-Finale einziehen durfte. Der filigrane Ballputzer hatte ein wirklich sensationelles Turnier gespielt, unter anderem die beiden Hochkaräter Sniper Schorsch und Lord Voldehead rausgekickt. Sein Finalgegner wurde in dem – wahrscheinlich – als „Spiel des Tages“ zu bezeichnenden Duell zwischen Spiff und Heineken ausgemacht. Die beiden kennen sich in und auswendig, sind unfassbar motiviert und voller Emotionen an der Platte. Wenn solche Weltklasse aufeinandertrifft, und dann auch noch in einem WM-Halbfinale, ist Hochspannung garantiert. Mit einem sensationellen Dreisatz-Krimi, der am Ende zugunsten von Heineken entschieden wurde, verabschiedete sich der Ranglisten-Erste Spiff von der Headis WM 2012. Am Ende fehlte ihm die Willenskraft, die bei „Heini“ einfach deutlicher zu spüren war.

Im Finale hieß es also Trier gegen Göttingen. Mit Heineken hatte man gerechnet, Headset war der Überflieger des Tages und sicherlich überraschend ins Finale gekommen. Die Favoritenrolle war also relativ klar verteilt. Doch es war der Rummelfoarzer, der den ersten Satz für sich entscheiden konnte! Mit 11:9 sicherte er sich die besten Chancen auf den Titel. Jedoch hatte man während dem Spiel nie den Eindruck, dass Heineken nervös oder unsicher agierte, im Gegenteil, er wurde zusehends sicherer in seinem Spiel und Headset machte die entscheidenden Fehler. So schenkte er Satz 2 mit 6:11 weg und konnte sich auch im dritten Satz nicht mehr von dem Schock erholen. Heineken dominierte und sicherte sich mit einem souveränen 11:3 seinen ersten Weltmeistertitel! Und wer diesen Jungen schon einmal bei einem Turnier erlebt hat, der weiß, dass der Blondschopf zu feiern weiß! So gab es auch nach dem Spiel nur Applaus von allen Seiten für den Göttinger Sympathieträger und alle waren sich einig: Wenn einer den Titel Headis Weltmeister verdient hat und mit Würde zu tragen weiß, dann Heineken!

Als Resumee halten wir fest, dass die Headis WM erneut Geschichte geschrieben hat. Die Stimmung war besser denn je, ebenso steigt das Niveau auch weiterhin deutlich an. Es gibt sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen neue, richtig starke Spieler, die dem Sport Würze verleihen! Darüber freuen wir uns enorm, ebenso über die sensationelle Unterstützung von euch allen, die ihr regelmäßig mit eurem Kopf an einen Gummiball köppt und so diesen Sport zu dem macht, was er ist: Einzigartig! Wir freuen uns auf die kommenden Weltcups und Events und blicken frohen Mutes, mit einem neuen Ball bewaffnet, in die Zukunft! Applaus an alle, die Headis supporten und in die Welt tragen! Wir tragen mit, wünschen Euch einen geilen Sommer und hoffen ihr nehmt Euch das WM-Motto zu Herzen und KÖPPT DAS DING auch weiterhin!



München feiert sonnige Weltcup-Premiere!03.07.2012

Ein 2-Sterne-Weltcup wirkt auf den ersten Blick nicht wirklich spannend. Wer fährt bitteschön für die paar Pünktchen durch die Weltgeschichte?! Das kann ja irgendwie nichts Spektakuläres sein, oder?! Die Erfahrungen aus Heilbronn, Duisburg und Berlin haben gezeigt: Der Schein trügt! Und München machte da letzten Sonntag keine Ausnahme! Der erste Cup in der bayerischen Landeshauptstadt hat eingeschlagen wie eine Bombe!

Das Starterfeld war erstklassig besetzt, kaum einer der Top-Spieler wollte sich die „Generalprobe“ für die Headis WM Ende Juli entgehen lassen! Zudem lockte der Münchner Cup als einziges Outdoor-Turnier des Jahres die Athleten aus Göttingen, Trier, Köln und Kaiserslautern an. Neben Hochkarätern wie Spiff, Heineken, Don Heado oder dem Kantenmechaniker zeigten sich auch die Münchner Lokalmatadoren um Headback und Skinshead im Starterfeld. Bei strahlendem Sonnenschein startete der Cup auf den Wiesen des Königsplatzes und fesselte von Beginn an die zahlreichen Besucher des Festivals mit hochkarätigen Duellen. Für alle Teilnehmer ging es nicht nur darum Spielpraxis für die WM zu sammeln, es gab auch erneut hervorragende Preise aus dem Hause pizza.de zu gewinnen!

Newcomer des Tages war der Trierer „Nosebreaker“, der schon dem ein oder anderen beim Headclash aufgefallen sein dürfte. In München drehte er nun aber richtig auf und zeigte ballsicheres Angriffsheadis, was ihn sensationell bis ins Finale katapultierte! Opfer auf seinem Weg waren unter Anderem die Favoriten Spiff und Headback. Daneben machte ein alter Bekannter wieder auf sich aufmerksam: Don Heado Corleone kämpfte sich durchs Turnier und konnte im Halbfinale auch einen seiner Angstgegner, den Göttinger „Heineken“, schlagen. Aufgeputscht durch dieses Erfolgserlebnis sicherte sich der Weltranglistenzweite seinen insgesamt achten Weltcupsieg gegen einen aufopfernd kämpfenden „Nosebreaker“, dem letztendlich dann aber doch die Erfahrung gegen den Routinier fehlte. Heineken und Headback zeigten ein ebenso hochklassiges „kleines Finale“, welches der Göttinger für sich entscheiden konnte. Damit landete der Lokalmatador und Wahlmünchner Headback auf einem ordentlichen vierten Platz. Bei den Damen gab es keine Überraschungen. Die Dampfwalze der Rummelfoarzer Trier überrollte auch an diesem Turniertag alles, was sich ihr in den Weg stellte: „Headi Bobics junger Tatapan“ dominierte das kleine, aber feine Feld an Starterinnen und sicherte sich ihren dritten Weltcup-Sieg in diesem Jahr!

Pünktlich nach der Siegerehrung fing es in Strömen an zu regnen, zuvor hatte der Wettergott ein Herz für Headis und das Münchner Sportfestival gezeigt, doch gegen 18 Uhr war die Geduld dann wohl zu Ende. Uns soll es recht sein, wir haben ein klasse Turnier erlebt und einige tausend Zuschauer für unseren Sport begeistert.



Headis auf dem nächsten Level – Das Masters 2012!09.05.2012

Headis auf dem nächsten Level – Masters 2012! Foto: R. Bachmann
Wir hatten es groß angekündigt, doch es übertraf alle Erwartungen: Das Headis Masters 2012 am Flughafen Düsseldorf! Die 15 besten der Jahreswertung 2011 und der Wildcard-Gewinner „RussianStyle“ gehörten zu den Glücklichen, die auf der großen Bühne um den Titel köpfen durften. Headis präsentierte sich im neuen Gewand, stand als klares Highlight beim Flughafen-Event an erster Stelle, wenn es um Begeisterung bei den Zuschauern ging! Mehrere zehntausend Menschen passierten das Turnier-Areal, manch einer wollte oder konnte einfach nicht mehr weg. Die Athleten fesselten die Beobachter mit hochklassigen Spielen, wie wir es auch nicht anders erwartet hätten. Am Ende hatte der Kölner „Promilla“ die Nase vorn. Er konnte sich gegen einen sichtlich enttäuschten Weltranglistenersten „Spiff“ durchsetzen. Doch nicht nur der neue Headis Master, auch die restlichen Spieler konnten sich als Gewinner fühlen. Hier die Endplatzierungen:

  1. Promilla
  2. Spiff
  3. Heineken
  4. Don Heado Corleone
  5. Kantenmechaniker
  6. Skinshead
  7. Sniper Schorsch
  8. Mäx Attäx
  9. Headset
  10. Headonis
  11. Marvelous 96
  12. Headi Potter
  13. Rolli der Schlächter
  14. Mäns
  15. Russian Style
  16. Der namenlose Brecher aus dem All

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Mit dem Headis Masters 2012 hat Headis wieder einen großen Schritt nach vorne gemacht und definitiv ein neues Level erreicht! Unser Dank geht an den Flughafen Düsseldorf für die tolle Location, airberlin und pizza.de für die Unterstützung und die Street Headis Challenge, alle Zuschauer für die gute Stimmung und insbesondere die Spieler die da waren, aber „nur“ Support geleistet haben. An Ihren Reaktionen konnte man die Wirkung des Masters am Besten ablesen: Jeder von Ihnen will im laufenden Jahr einfach irgendwie genügend Punkte erspielen, um im kommenden Jahr aktiv dabei sein zu dürfen, wenn der Headis Master 2013 gesucht wird!



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